RAL vs Nettolohn: der Unterschied
Das RAL (Retribuzione Annua Lorda, jährliches Bruttogehalt) ist der vertragliche Gesamtbetrag vor jeglichen Abzügen. Der monatliche Nettolohn ist das, was der Arbeitgeber nach Abzug der INPS-Sozialversicherungsbeiträge und der IRPEF-Einkommensteuer auszahlt.
Schritt 1: Sozialversicherungsbeiträge
Der erste Abzug betrifft die INPS-Beiträge des Arbeitnehmers, die ca. 9,19% des RAL betragen. Diese Beiträge werden vom Arbeitgeber im Namen des Arbeitnehmers an die INPS abgeführt und bauen die künftige Rente auf.
Schritt 2: die IRPEF-Bemessungsgrundlage
Zieht man die Sozialversicherungsbeiträge vom RAL ab, erhält man das IRPEF-steuerpflichtige Einkommen. Die progressiven Steuersätze 2025 sind: bis 28.000 € 23%, von 28.001 € bis 50.000 € 35%, über 50.000 € 43%.
Schritt 3: Arbeitnehmerermäßigungen
Die Brutto-IRPEF wird durch Arbeitnehmerermäßigungen reduziert, die umgekehrt proportional zum Einkommen sind: maximale theoretische Ermäßigung 1.955 €, die bei ca. 50.000 € Einkommen auf null sinkt. Weitere Ermäßigungen gelten für unterhaltspflichtige Familienmitglieder.
Praktisches Beispiel: RAL 30.000 €
RAL 30.000 € → INPS-Beiträge ≈ 2.757 € → IRPEF-Bemessungsgrundlage ≈ 27.243 € → Brutto-IRPEF ≈ 6.266 € → Arbeitnehmerermäßigung ≈ 680 € → Netto-IRPEF ≈ 5.586 € → Nettojahresgehalt ≈ 21.657 € → Nettomonatsgehalt ≈ 1.804 €. Durchschnittliche Steuerquote: 27,8% des RAL.